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Archive for März 2011

… einsehen, dass es kein Anderswo gibt.“

Zu diesem Fazit kommt der 14-jährige Protagonist Sacha Winter im fabelhaften „Ich dich auch nicht“ (Original: „Mes illusions donnent sur la cour“) von Sacha Sperling. Es ist eines dieser Bücher ohne Handlung – oder besser gesagt mit einer Handlung wie sie in unzähligen anderen Büchern, in Filmen und Serien und in der Musik beschrieben und durchlebt wird, diese Handlung, die wir alle jeden Tag in der ein oder anderen Form und vor allem sehr abgeschwächt erleben. Sacha Winter lebt mit seiner Mutter, die es mit der Erziehung nicht sehr ernst nimmt, in Paris. Den Vater sieht er regelmäßig, ebenso seine Halbgeschwister, zu denen er allerdings keinen Zugang findet. Im Zug lernt Sacha Augustin kennen, der ihm anfangs noch unsymphatisch, fast merkwürdig erscheint, ihn aber nach und nach immer mehr in seinen Bann zieht. Zusammen feiern Sacha und Augustin nächtelang wilde Partys, koksen, kiffen und legen Mädchen flach. Nachdem sie sich einer Wette halber geküsst haben, beginnen sie eine Affäre. Währenddessen sinken Sachas schulische Leistungen ins Unermessliche, viel zu spät bemerkt auch seine Mutter ihren Handlungsbedarf, der Vater versucht unbeholfen zu kitten, Sacha wird zum Psychologen geschickt und es ist schlussendlich doch er selbst, der die Sinnlosigkeit des Lebens erkennt, egal ob man „der Sonne trotzt, die immer zu früh aufgeht“ oder das spießige Leben führt, dass Sacha und seine Freunde verachten..

Der Autor dieses Buches, das in Frankreich einen riesigen Skandal auslöste, in Deutschland allerdings relativ unbekannt erschien und blieb, arbeitete seit Jahren an seinem Debütwerk und stellte es mit 18 Jahren fertig. Er lebt in Paris, stammt selbst aus einer Künstlerfamilie und der Inhalt seines Buches „speist sich aus eigener Erfahrung, manches ist von Freunden inspiriert, und anderes ist schlicht ausgedacht“.

Fakt ist jedoch, dass die eigentliche Kraft von „Ich dich auch nicht“ nicht in der bekannten und berechenbaren Handlung liegt und auch nicht im abgelutschten Fazit, in der Hinterfragung von Traditionen oder im Ringen um einen Sinn zwischen allen Absurditäten. Die Kraft, die dieses Buch so einmalig, fesselnd, so wunderschön und abschreckend zugleich macht, ist die wahnsinnige Sprachgewalt, mit der Sperling schreibt. Seine Worte sind ganz große Kunst, poetisch, unbehaglich, hoffnungslos ehrlich. Und dabei immer gnadenlos schön.

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Gerade innerhalb von einem Tag dieses wahnsinnige Buch gelesen, wahnsinnig verstörend, wahnsinnig aufwühlend und wahnsinnig schön. Eines dieser Bücher, deren Handlung man nach dem Lesen gar nicht mehr erklären könnte, die man entweder in einen oder in eine Millionen Sätze packen kann, vor allem eines der Bücher, die man so schnell nicht vergisst, obwohl man gar nicht so genau weiß, was man darüber denken soll…
In den nächsten Tagen mehr über Sacha Sperlings Debütroman, bis dahin nur eine gaaanz fette, riesengroße Leseempfehlung!

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„Schwänze sind eine tolle Erfindung!“
So ist diese Sendung, eine Folge von „Mama Mirabelles Tierkino“, im Fernsehen auf KIKA gelaufen. Fragt man sich schon, wer sich das ausdenkt 😀 Und über die „verkommene Jugend von heute“ muss man sich wohl auch nicht mehr aufregen, jetzt weiß man doch, woher das kommt 😀
Aber nun… Viel Spaß beim „fröhlichen Schwanztanz“!

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Schon 1997 in Australien gegründet, probierten die Sick Puppies in den letzten Jahren verschiedenste Metal- und Rockgenres aus und feierten damit in Australien große Erfolge. Jetzt wollen sie auch in Europa durchstarten, mit einem verdächtig nach Alternative Rock klingenden Album und der ersten Single: Maybe.
Das Video gibt’s hier:

http://www.dailymotion.com/swf/video/xf48yb
Sick Puppies – Maybe von EMI_Music

 

  • Maybe

Maybe I’m a dreamer
Maybe I’m misunderstood
Maybe you’re not seeing the
side of me you should
Maybe I’m crazy
(Maybe I’m crazy)
Maybe I’m the only one
(Maybe I’m the only one)
Maybe I’m just out of touch
Maybe I’ve just had enough

Chorus:
Maybe it’s time to change
And leave it all behind
I’ve never been one to walk alone
I’ve always been scared to try
So why does it feel so wrong
To reach for something more?
To wanna live a better life?
What am I waiting for?
‚Cause nothing stays the same
Maybe it’s time to change

Maybe it’s hopeless
(Maybe it’s hopeless)
Maybe I should just give up

(Maybe I should just give up)
What if I can’t trust myself?
What if I just need some help?

Chorus

And maybe it’s time to change
And leave it all behind
I’ve never been one to walk alone
I’ve always been scared to try

Chorus

  • dt. Vielleicht

Vielleicht bin ich ein Träumer
Vielleicht werde ich missverstanden
Vielleicht siehst du nicht die Seite von mir,
die du sehen solltest
Vielleicht bin ich verrückt
(Vielleicht bin ich verrückt)
Vielleicht bin ich der Einzige
(Vielleicht bin ich der Einzige)
Vielleicht bin ich nicht auf dem Laufenden
Vielleicht hatte ich einfach genug

Refrain:
Vielleicht ist es Zeit für Veränderungen
Und alles hinter sich zu lassen
Ich war niemals jemand, der alles allein macht
Ich fürchtete mich immer davor, es zu versuchen
Also warum fühlt es sich so falsch an
Nach etwas mehr zu greifen?
Ein besseres Leben zu wollen?
Worauf warte ich noch?
Denn nichts bleibt, wie es ist
Vielleicht ist es Zeit für Veränderungen

Vielleicht ist es hoffnungslos
(Vielleicht ist es hoffnungslos)
Vielleicht sollte ich einfach aufgeben
(Vielleicht sollte ich einfach aufgeben)
Was, wenn ich mir selbst nicht trauen kann?
Was, wenn ich einfach nur Hilfe brauche?

RefrainVielleicht ist es Zeit für Veränderungen
Und alles hinter sich zu lassen
Ich war niemals jemand, der alles allein macht
Ich fürchtete mich immer davor, es zu versuchen

Refrain

🙂

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Schickes Liedchen, gefällt mir gut, hier ist der Original-Text und die deutsche Übersetzung:

Easy come, easy go,
That’s just how you live, oh,
Take, take, take it all,
But you never give.
Should’ve known you was trouble
From the first kiss,
Had your eyes wide open.
Why were they open? 

Gave you all I had and you tossed it in the trash,
You tossed it in the trash, you did.
To give me all your love is all I ever asked, ‚cause
What you don’t understand is …

Chorus:
I’d catch a grenade for ya (yeah, yeah)
Throw my hand on a blade for ya (yeah, yeah)
I’d jump in front of a train for ya (yeah, yeah)
You know I’d do anything for ya (yeah, yeah)
Oh, oh, I would go through all of this pain,
Take a bullet straight through my brain!
Yes, I would die for ya, baby,
But you won’t do the same.

No, no, no

Black, black, black and blue, beat me ‚til I’m numb,
Tell the devil I said „hey“ when you get back to where you’re from.
Mad woman, bad woman, that’s just what you are,
Yeah, you’ll smile in my face then rip the brakes out my car

Gave you all I had and you tossed it in the trash,
You tossed it in the trash, yes you did.
To give me all your love is all I ever asked, ‚cause
What you don’t understand is


Chorus

If my body was on fire,
Ooh, you’d watch me burn down in flames.
You said you loved me, you’re a liar, ‚cause you never, ever, EVER did, baby!
But, darling …

Chorus:
I’d still catch a grenade for ya (yeah, yeah)

No, you won’t do the same
You wouldn’t do the same
Ooh, you’d never do the same
Ohh, no, no, no..

Wie gewonnen, so zerronnen,
das ist die Art, wie du lebst, oh,
Nimmst, nimmst, nimmst alles,
aber du gibst niemals.
Hätte wissen müssen, dass es Probleme gibt,
vom ersten Kuss an,
du hattest deine Augen weit offen.
Warum waren sie offen?
Gab dir alles, was ich hatte und du warfst es in den Müll,
du warst es in den Müll, das hast du getan.
Mir deine ganze Liebe zu geben, war alles, wonach ich jemals gefragt haben,
denn was du nicht verstehst, ist.. 


Refrain:

Ich würde eine Granate für dich abfangen,
meine Hand in eine Klinge schmeißen.
Ich würde vor einen Zug springen für dich.
Du weißt, ich würde alles für dich tun,
Oh, oh, ich würde durch all diese Leiden gehen,
mir eine Kugel direkt durch das Gehirn schießen lassen.
Ja, ich würde für dich sterben, Baby,
aber du würdest nicht dasselbe tun.

Nein, nein, nein

Schwarz, schwarz, schwarz und blau,
schlag mich bis ich betäubt bin,
Sag dem Teufel, ich würde „Hey“ sagen, wenn du dahin zurückgehst, wo du herkommst.
Verrückte Frau, schlechte Frau, das ist alles, was du bist,
Yeah, du würdest mir ins Gesicht lachen und dann die Bremsen aus meinem Auto reißen.

Gab dir alles, was ich hatte und du warfst es in den Müll,
du warst es in den Müll, das hast du getan.
Mir deine ganze Liebe zu geben, war alles, wonach ich jemals gefragt haben,
denn was du nicht verstehst, ist..

Refrain

Wenn mein Körper brennen würde,
Ooh, du würdest mir zusehen, wie ich in den Flammen verbrenne.
Du sagst, du würdest mich lieben, du bist eine Lügnerin, weil du das niemals, niemals, nie getan hast, Baby!
Aber Liebling…


Refrain:

Ich würde immer noch eine Granate für dich abfangen …

Nein, du wirst nicht dasselbe tun,
du würdest nicht dasselbe tun,
Ooh, du würdest niemals dasselbe tun,
Ooh, nein, nein, nein..

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Yay! Done! :‘>

ASB sei Dank steht seit gestern fest: Ab August lebe ich in London! Aber um mal ganz vorne anzufangen…

Vor etwa einem Monat bewarb ich mich bei ASB, kurze Zeit später war ich mit Lebenslauf und Letter of Motivation in deren Kartei vertreten. Innerhalb weniger Tage fanden sich die ersten Interessenten und der komplizierteste Teil begann: das Finden eines geeigneten Termins für ein Telefoninterview 😀
Seit geschlagenen drei Wochen versuchten ASB und ich einen gemeinsamen Zeitpunkt zu finden und immer wieder kam irgendwas dazwischen. Meistens lief das so ab, dass ich eine Email erhielt, in der um einen Termin am nächsten oder übernächsten Tag gebeten wurde – und genau an diesen beiden Tagen steckte ich bis abends in der Schule fest… Anfang letzter Woche erbat ASB endlich mal mehrere Termine von mir, ich teilte ihnen mit, wann ich in der nächsten Woche Zeit haben würde – und bekam am Mittwoch die Bestätigung: Freitagmittag findet das Interview statt!

Obwohl mir immer wieder versichert wurde, ich hätte nichts zu befürchten, nervös sein bräuchte ich nicht, man habe doch bereits Interesse an mir – gestern Mittag bin ich fast kollabiert! Kaum besser, dass man mich erst eine Stunde nach dem eigentlichen Termin anrief, der Personalabteilungsleiter hatte in einem Meeting gesteckt..

Meine vorbildlich angefertigten Stichpunkte zu allen möglichen Gesprächspunkten; Stärken, Schwächen, Lebenslauf, Berufserfahrungen etc. brauchte ich im Endeffekt gar nicht; das Gespräch dauerte bloß 10 Minuten. Man wollte wissen, was ich im Moment mache und wie genau ich mir ein Praktikum vorstelle bzw. was ich gern tun würde. Schlussendlich sagte man mir, der Vertrag liege bereit und ich könnte gern den Praktikumsplatz haben, solle mich nächste Woche einfach mal melden…

Das ist also der aktuelle Stand! Jetzt gehts auf Wohnungssuche… Irgendwann in nächster Zeit schreibe ich genauer über meinen zukünftigen Arbeitgeber und was meine Aufgaben sein werden.

Zum Schluss bloß noch der Tipp an alle, die ein Praktikum in London machen wollen: Denkt ernsthaft über ASB nach! Man erspart sich selbst viel Zeit und Arbeit, die Angebote sind interessant und die Partner sehr freundlich – das Praktikum klingt vielversprechend und falls mal etwas nicht stimmen sollte oder man sonstige Fragen oder Anliegen hat, gibt es immer jemanden, an den man sich wenden kann… Was in einer Metropole wie London ohne nennenswerte Kontakte sicher nützlich ist!

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