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Archive for the ‘Bewerbung’ Category

Nach langer Zeit und obwohl dieser Blog eigentlich geschlossen ist, gibt es hier doch noch einmal was Neues, und zwar extra für Palinka-Pinka und als Ergänzung für meinen Artikel über die Bewerbung an französischen Unis!

Ohne langes Gerede also zum eigentlichen Thema, hier ist eine doch ziemlich praktische Tabelle zum Umrechnen der deutschen Noten ins französische System oder andersrum:

Umrechnungstabelle Noten deutsch französisch

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Früher – damals, als ich noch zur Schule ging – war das Studium und vor allem die Bewerbung für mich immer eine riesige weiße Fläche. Ohne Witz, die meisten Abiturienten haben keinen Plan von nichts, aber ich wusste wirklich noch weniger! So stellte mich meine eigene Bewerbung vor beinahe unüberbrückbare Schwierigkeiten!! Okay, ich gebe zu – das war etwas übertrieben – nervig war es trotzdem und ich bin unendlich froh, dass das fürs erste gelaufen ist …

Seit ich mit 14 Jahren das erste Mal meinen Urlaub in Frankreich verbrachte, hat sich in meinem Kopf die verrückte Idee eingenistet, ich müsste unbedingt einmal in Frankreich leben.  Das tolle Wetter, diese wunderbare, klangvolle Sprache, traumhafte Landschaften und natürlich der Mythos vom ‚Savoir vivre‘ – das alles übte auf mich eine wahnwitzige Magie aus!

‚Was böte sich besser als Möglichkeit zum Kennenlernen an –   als ein Studium in Frankreich?‘, dachte ich mir also nach meiner Rückkehr aus England – denn nein, ein einfaches Auslandssemester reichte selbstverständlich nicht! Und so begann sie, die Odyssee der Studienbewerbung…

 

Studienwahl

Holzwirtschaft, Kosmetikologie (ja, das gibt es wirklich!), Abfallkunde – die Möglichkeiten bei der Studienwahl sind offensichtlich riesengroß. Und auch von diesen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlägen mal abgesehen, stellte mich die Auswahl vor einige Schwierigkeiten. Immerhin gibt es sooooo viele interessante Fächer und auch wenn ich weiß, dass die Jobaussichten nach einem Studium der Archäologie oder Philosophie eher gering aussehen – cool wäre es irgendwie…

Nach einigen Überlegungen entschied ich mich für Politikwissenschaft und Literatur. Und jetzt begann die eigentliche Herausforderung – was heißt das bitte auf französisch? Kann man dort, so wie in Deutschland, zwei Fächer gleichzeitig studieren? Und wie zum Teufel soll ich mich bewerben, wenn ich doch kaum französisch kann? An diesem Punkt kommt die Admission Postbac ins Spiel…

 

Die Admission Postbac

In Frankreich läuft die Bewerbung für ein Studium nicht, wie für die meisten Studiengänge in Deutschland, direkt über die Unis, sondern über die sogenannte Admission Postbac. Auf dieser Website werden die Studienplätze in fünf Etappen verteilt. Diese Etappen beinhalten die Anmeldung der Kandidaten, u.a. mit Erstellen eines Lebenslaufs und Angabe der Abiturkurse und Zeugnisnoten, die Auswahl ihrer Studienfächer und Universitäten, Bestätigung dieser Angaben, schließlich die Sichtung der Bewerbungen durch die Unis und zuallerletzt die Studienplatzvergabe, die in drei Phasen verläuft.

Was auf den ersten Blick die Sache erheblich vereinfacht, entpuppt sich (besonders für diejenigen unter uns, die nicht perfekt französisch sprechen) als ziemliches Dilemma.
Zugegeben, das anfängliche Ausfüllen der Fragebögen erinnert noch stark an das in Deutschland übliche Verfahren. Und auch wenn es nervig ist, die Noten der letzten 3 Schuljahre plus Umrechnung in französisches Notensystem und Beschreibung des thüringischen Kurssystems einzutippen, anstatt einfach und bequem alle Zeugnisse hochzuladen, es gibt sicher Schlimmeres und auch das geht vorbei. Nein, wirklich nervig wird es, wenn es zur Auswahl der Fächer kommt. Die Website wird an dieser Stelle – meiner Meinung nach – sehr unübersichtlich und es ist höchste Vorsicht bei der Auswahl gefragt…

Hat man alles ausgefüllt, ausgewählt und bestätigt, beginnt eine monatelange Wartezeit, in der man alle Stadien zwischen „Juhu, Bewerbung endlich geschafft!!“ und „Oh nein, ich hab garantiert was falsch gemacht! HIILFEEE!!“ durchläuft. Zum Letzten – nein, man hat im Normalfall nichts falsch gemacht und die lange Wartezeit ist gewollt. Die drei Phasen der Studienplatzvergabe beginnen erst Mitte Juni und dauern bis Juli. Achtung, hier wird es kompliziert:

Bei der Auswahl der Fächer und der Unis musste man diese in einer bestimmten Reihenfolge nach persönlichen Wünschen ordnen, sprich: Wunsch Nummer 1 entspricht der absoluten Traum-Uni, der ganz untenstehende Wunsch hingegen ist das Fach bzw. die Uni, das/die man am wenigsten ertragen möchte. In den Phasen der Zulassung schicken die Unis über die Website Admission Postbac Zu- und Absagen an die Bewerber, wobei in jeder Phase nur der jeweils höchste Wunsch angenommen werden kann. Entschließt sich also beispielsweise die Uni in Toulouse, die mein dritter Wunsch war, bereits in der ersten Phase dafür, mich aufzunehmen, verfallen meine Wünsche 4,5,6,… automatisch. Angenommen meine Wunsch-Unis Nummer 1 und 2 haben sich in dieser ersten Phase noch nicht entschieden, kann ich die Université de Toulouse a) definitiv annehmen (und auf 1 und 2 dementsprechend verzichten) oder b) annehmen mit der Aussicht, in darauffolgenden Phasen eventuell noch Wunsch 1 oder 2 anzunehmen (insofern diese mich annehmen) oder c) ich verzichte auf alle meine Wünsche (da ich mich beispielsweise komplett gegen ein Studium in Frankreich entschieden habe). Aus dieser Thematik folgt, dass man sich nicht, wie zum Beispiel in Deutschland, erst alle Zu- und Absagen holen und später entscheiden kann, wo man studieren möchte, sondern von Anfang an klare Prioritäten setzen muss. Wer sich also in Frankreich zum Studium bewerben möchte, sollte sich von Anfang an klar informieren und Gedanken machen über Studienfächer und Wunschstädte, damit es kein böses Erwachen gibt…

 

Erstens es kommt anders, zweitens als man denkt…

Ja, ich hasse diesen Spruch auch, aber in diesem Fall stimmt er irgendwie – ich hatte mich nämlich nicht ausreichend informiert, nicht ganz die Fächer gewählt, die ich ursprünglich wollte, Info-Flyer (wie es so meine nervige Angewohnheit ist) bloß kurz überflogen, mich schon auf eine Reise zu allen Unis auf meiner Liste gefreut, als ich am ersten Tag der ersten Phase mein Konto auf Postbac öffnete und feststellte, Wunsch Nummer 1 hatte abgelehnt, Nummer 2 angenommen – nun gab es zwei Möglichkeiten, annehmen oder nicht in Frankreich studieren. Da ich – wie anfangs beschrieben – unbedingt in Frankreich studieren will, habe ich also angenommen und werde nun die Université de Nantes besuchen. Zugegeben, ich dachte Nantes läge näher an Paris…

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Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

während mein Schwesterchen sich in der Welt rumtreibt, mache auch ich mir Gedanken um meine Zukunft. In letzter Zeit habe ich mich über das Studieren bei der Bundeswehr informiert. Es gibt die Möglichkeit ein zivile Karriere zu machen, jedoch berichte ich nur über die militärische Laufbahn.

Zur Bundeswehr kann jeder gehen, egal welchen Schulabschluss er hat. Mit Haupschulabschluss kann er in die Mannschaften bzw. als Unteroffizier dienen. Man verdient sehr viel und kann, wenn die Eltern es erlauben, mit 17 Jahren anfangen.

Die Ausbildung als Mannschaftsmitglied ist immer verschieden, denn man kann in allen Sektionen der Bundeswehr eingesetzt werden. Man bekommt immer eine Grundausbildung und kann z.B. erst den Freiwilligen Wehrdienst machen, und dann kann man übernommen werden zu einem Mannschaftsmitglied.

Mit einem Regelschulabschluss kann man als Feldwebel dienen. Als Feldwebel kann man in vielen verschiedenen bestimmten Bereichen arbeiten. Vom Sanitätsdienst bis zum Militärmusiker.

Als Feldwebel ist man ebenso einsetzbar, wie als Mannschftsmitglied. Die Grundausbildung eines Feldwebels des Heeres läuft folgendermaßen ab. Als Erstes bekommt man eine 10-monatige Allgemeine Grundausbildung und einzelne spezifische Ausbildungen. Dann bekommt man für 3 Monate eine Feldwebelausbildung. Ab dem 13. Monat wird man als Ausbilder ausgebildet. Dannach bekommt man eine Militärische Feldwebelausbildung. Nach diesen harten 33 Monaten wird man endlich an seinem Verwendungsposten als ausgebildeter Feldwebel arbeiten.

Wenn man sein Abitur in der Tasche hat, ist es möglich, als Offizier zu arbeiten. Offiziere werden sehr vielseitig eingesetzt und man kann auch als Offiziersanwärter (OA) studieren, wenn der Wunsch besteht. Entweder in einer der beiden Bundeswehruniversitäten in Hamburg oder München, oder in Frankreich, dort bekommt man eine spezielle Ausbildung. Wenn man sich als Pilot bewirbt, studiert man einen großen Teil der Ausbildung in Texas.

Als Offizier sollte man sehr verantwortungsfähig sein und mit den geringsten Ressourcen zurecht kommen. Die harte und strenge Ausbildung eines Offizier läuft so ab: Als OA mit Studium beginnt man seine Ausbildung mit einer allgemeinen Grundausbildung. Dann muss man durch den Offizierslehrgang 1, darafhin folgt eine 10-wöchige Sprachausausbildung. Man führt ein Vorpraktikum durch und kann schlißlich ab dem 16. Monat studieren. Das Studium dauert bis zum 64. Monat. Wieso nur 4 Jahre? Trimester. Nach diesem Studium hat man für drei Monate den Offizierslehrgang 2 und danach schließlich Lehrgang 3. Zu guter Letzt kommt die truppenspezifische Ausbildung. Dannach ist man schließlich Offizier.

Mein Fazit: Um eine Karriere bei der Bundeswehr zu starten, sollte man nicht zu weich sein, denn man verzichtet auf Luxus und muss „mit dem Wenigsten“ zurecht kommen. Wie gesagt, habe ich auch schon darüber nachgedacht, doch ich bevorzuge das enspannte Studentenleben an normalen Unis. Ich kann mir nicht vorstellen, immer in diesen Kasernen aufzuwachen. Jedoch wird man gut bezahlt und man erhält besondere Ehrfahrungen.

Falls ihr jedoch aus anderem Holz geschnitzt seit, dann habt ihr hier diesen Link.

www.bundeswehr-karriere.de

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Yay! Done! :‘>

ASB sei Dank steht seit gestern fest: Ab August lebe ich in London! Aber um mal ganz vorne anzufangen…

Vor etwa einem Monat bewarb ich mich bei ASB, kurze Zeit später war ich mit Lebenslauf und Letter of Motivation in deren Kartei vertreten. Innerhalb weniger Tage fanden sich die ersten Interessenten und der komplizierteste Teil begann: das Finden eines geeigneten Termins für ein Telefoninterview 😀
Seit geschlagenen drei Wochen versuchten ASB und ich einen gemeinsamen Zeitpunkt zu finden und immer wieder kam irgendwas dazwischen. Meistens lief das so ab, dass ich eine Email erhielt, in der um einen Termin am nächsten oder übernächsten Tag gebeten wurde – und genau an diesen beiden Tagen steckte ich bis abends in der Schule fest… Anfang letzter Woche erbat ASB endlich mal mehrere Termine von mir, ich teilte ihnen mit, wann ich in der nächsten Woche Zeit haben würde – und bekam am Mittwoch die Bestätigung: Freitagmittag findet das Interview statt!

Obwohl mir immer wieder versichert wurde, ich hätte nichts zu befürchten, nervös sein bräuchte ich nicht, man habe doch bereits Interesse an mir – gestern Mittag bin ich fast kollabiert! Kaum besser, dass man mich erst eine Stunde nach dem eigentlichen Termin anrief, der Personalabteilungsleiter hatte in einem Meeting gesteckt..

Meine vorbildlich angefertigten Stichpunkte zu allen möglichen Gesprächspunkten; Stärken, Schwächen, Lebenslauf, Berufserfahrungen etc. brauchte ich im Endeffekt gar nicht; das Gespräch dauerte bloß 10 Minuten. Man wollte wissen, was ich im Moment mache und wie genau ich mir ein Praktikum vorstelle bzw. was ich gern tun würde. Schlussendlich sagte man mir, der Vertrag liege bereit und ich könnte gern den Praktikumsplatz haben, solle mich nächste Woche einfach mal melden…

Das ist also der aktuelle Stand! Jetzt gehts auf Wohnungssuche… Irgendwann in nächster Zeit schreibe ich genauer über meinen zukünftigen Arbeitgeber und was meine Aufgaben sein werden.

Zum Schluss bloß noch der Tipp an alle, die ein Praktikum in London machen wollen: Denkt ernsthaft über ASB nach! Man erspart sich selbst viel Zeit und Arbeit, die Angebote sind interessant und die Partner sehr freundlich – das Praktikum klingt vielversprechend und falls mal etwas nicht stimmen sollte oder man sonstige Fragen oder Anliegen hat, gibt es immer jemanden, an den man sich wenden kann… Was in einer Metropole wie London ohne nennenswerte Kontakte sicher nützlich ist!

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Gedanken zu Praktika

Eine meiner besten Freundinnen macht zurzeit eine schwere Erfahrung durch: Sie ist Praktikantin bei einer Hotelkette.

Angefangen hatte das soo vielversprechend: Meine Freundin, nennen wir sie der Einfachheit halber Lena, träumt schon seit Jahren davon, in die Hotelbranche einzusteigen. Eigentlich seit ich sie kenne und wir kennen uns schon lange. Vor einigen Monaten schrieb sie eifrig Praktikumsbewerbungen und eines Morgens kam sie freudestrahlend auf mich zu und erzählte mir voller Stolz, ein großes, luxuriöses Hotel im Zentrum unserer Stadt habe sie angenommen. Lena war natürlich überglücklich, die erste Einweisung verlief vielversprechend, man versprach ihr Einblicke in sämtliche Bereiche und vor allem, dass sie mit Menschen arbeiten dürfe. Wochenlang schien Lena der glücklichste Mensch auf der Welt zu sein und obwohl sie die Horrorszenarien über Praktika kannte, ließ sie sich nicht abschrecken. Sie kleidete sich komplett neu ein, in schwarz und weiß, wie gefordert und marschierte schließlich voller positiver Erwartungen zum ersten Arbeitstag.
Dazu sollte ich wohl einschieben, dass Lena, obgleich ein ziemlich sensibler, wenn nicht sogar naiver Mensch, nicht mit einer rosaroten Brille an die Sache ran ging: Ja, sie wusste oder konnte sich zumindest sehr wohl denken, dass der Job im Hotel für einen Praktikanten nicht nur Zuckerschlecken sein würde…
Was sie dann erlebte, hätte sie sich trotzdem nie zu träumen gewagt!

Alltag bei den meisten Praktika

Von der ersten Minute an und das jetzt schon seit vielen Tagen, hieß es für Lena nur eins: Klos schrubben. Und zwar rund um die Uhr, angefangen morgens um 6, meistens bis 14 Uhr oder länger, obwohl sie eigentlich nur bis 13 Uhr arbeiten sollte – und alles das ohne Pause. Dazu kommt eine abwertende Behandlung seitens dem Großteil der anderen Angestellten und ständige Überwachung durch ihre „Vorgesetzte“. Ihre Hände sind mittlerweile aufgescheuert und ständig rot und geschwollen, Handschuhe musste sie sich selbst mitbringen.

Dass ein Praktikant auch unbeliebte Arbeiten ausführen muss, ist unbestritten und wird niemals von einem engagierten Praktikanten abgelehnt! Aber diese Ausbeutung, die eigentlich nur das Ziel verfolgt, ungeliebte Arbeiten an ungeliebte Mitarbeiter abzuschieben, scheint mir völlig am Ziel eines Praktikums vorbeigeschrammt.
Wikipedia beispielsweise sagt zur Definition eines Praktikums folgendes:

Der Begriff Praktikum (Plural: Praktika) bezeichnet eine auf eine bestimmte Dauer ausgelegte Vertiefung zuvor erworbener theoretischer Kenntnisse in praktischer Anwendung bzw. das Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten durch praktische Mitarbeit in einer Organisation

Alles, was aus dieser Definition mit der Realität übereinstimmt, ist die Aussage, Praktika seien „auf eine bestimmte Dauer“ ausgelegt. Oder welcher Praktikant muss Tätigkeiten wie Kaffee kochen oder Böden schrubben vertiefen? Wer setzt sich theoretisch mit der Reinigung von Toiletten auseinander, bevor er ein Praktikum macht? Und für wen ist Kopieren eine neu erlernte Kenntnis?!

Meiner Meinung und vor allem meiner Beobachtung nach stehen ein Großteil der heutzutage durchgeführten Praktika in krassem Gegensatz zum edlen Gedanken, der hinter dieser Idee steckt. Sollte es nicht eigentlich darum gehen, einen angestrebten Beruf kennenzulernen? Nützliche Kontakte zu knüpfen? Einblicke zu erhalten? Herauszufinden, ob das wirklich zur individuellen Lebensplanung passt?

Lena für ihren Teil hat ihren Glauben an das Gute in Chefinnen und Mitarbeitern aufgegeben. Die ersten Tage hoffte sie noch verzweifelt auf Besserung, später kettete sie sich an der Illusion fest, es könnte wohl kaum schlechter werden und immerhin hätte sie dann bessere Erfolgsaussichten auf spätere Jobs, jetzt ist ihr mittlerweile alles egal, die Mühe und das Geld, das sie opferte und die Zeit, die ihr verloren ging. Jetzt hadert Lena ernsthaft mit dem Gedanken, ihr Praktikum zu kündigen und diesen Berufswunsch ganz auf Eis zu legen. Und das, obwohl sie seit fünf Jahren in einem kleineren Hotelbetrieb als Aushilfe arbeitet und dabei nur beste Erfahrungen gesammelt hat.

Da sieht man, was Praktika alles kaputt machen können, egal, wer nun eigentlich die Finger im Spiel hatte und wer genau sich diese Behandlung ausgedacht hat! Deswegen sollte man nicht damit anfangen, die Schuld hin und her zu schieben, sondern damit, etwas an der Realität zu verändern!

P.S.: Das heißt übrigens nicht, dass es nur schlechte Praktikumsplätze gibt. Ich selbst machte 2009 ein Praktikum in einer Werkstatt für Geistigbehinderte und kann mich tatsächlich nicht über das Geringste beschweren: Ja, ich musste putzen, aber ja, ich durfte die Leute kennenlernen und mit ihnen arbeiten, ich war den ganzen Tag mittendrin, lernte sämtliche Bereiche kennen und durfte jederzeit nachfragen und auch Kritik äußern. Egal bei wem, egal ob Betreuer oder Beschäftigter, war ich immer gern gesehen und das von der ersten Minute an. Dazu kommt, dass genau darauf geachtet wurde, dass ich Pausen mache und ab und zu durfte ich sogar früher nach Hause.
Daran sieht man, es geht, es klappt, es gibt noch Unternehmen, die Praktikanten ernst nehmen!

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An exciting place to be…

London, ich komme! Eben meldete sich bei mir der erste potenzielle Arbeitgeber. Es sei nur eine kleine Zeitung und in journalistischer Hinsicht würde ich anderswo mehr profitieren, meint er. Aber falls ich dennoch wolle, stünde einer Zusammenarbeit nichts im Wege. Und ich könnte ihn ja mal anrufen…

Gesagt, getan, und zack – Telefongespräch mit England. Mit einem evangelischen Doktor und oh mein Gott, war ich aufgeregt! Im Nachhinein stelle ich fest, dass ich das gar nicht hätte sein brauchen. Suuper netter, zuvorkommender Mann. Meinte, er sei selbst erst seit einigen Wochen im Amt. War sehr gechillt drauf und hat mir auch sofort seine Hilfe angeboten, ich könnte mich immer melden, wenn ich zum Beispiel mal eine Übernachtungsmöglichkeit bräuchte und dergleichen..

Natürlich muss ich weiter überlegen, weiter suchen. Die Arbeit bei dieser Zeitung ist nicht sehr umfangreich, da es sich nur um ein kleines Blatt handelt und es für mich dementsprechend nur eine Art „Nebenjob“ darstellen würde. Nun hoffe ich nach wie vor auf Antworten der großen Unternehmen. Positive Antworten, versteht sich von selbst. Trotzdem ist es schön, jemanden in London zu „kennen“, zumindest schon mal mit ihm geredet zu haben und zu wissen, dass man dort Unterstützung bekommen würde. Und eine positive Antwort ist sowieso Selbstbewusstseinsschub ohne gleichen :]

Das Telefongespräch war übrigens kein richtiges Telefoninterview. Lediglich kurz fragte man mich nach meinen Erfahrungen im Bereich der Medien und da ich mich vorher schon ein wenig darauf vorbereitet hatte, konnte ich wenigstens etwas sagen. Wirklich professionell war das nicht, aber immerhin besser als gar nichts – deshalb empfehle ich allen, denen so was droht, sich kurz Gedanken zu machen, was man sagen will, wieso man sich beworben hat, welche Erfahrungen man mit sich bringt, wo Stärken und Schwächen liegen und vorallem wie man sich die Arbeit mit allem drumherum vorstellt etc. Das Letzte natürlich gerade wenns um eine Bewerbung im Ausland geht! Auch wenns schon in der Bewerbung durchgekaut wurde und auch wenn es kein wirkliches Telefoninterview ist – kann nicht schaden, wenn man was im Hinterfach hat!

Und noch ein letzter Tipp, der mir erst jetzt gekommen ist, der aber bestimmt in Zukunft noch sinnvoll sein kann: Probiert es, wenn ihr ins Ausland wollt, bei deutschen Kirchengemeinden! Nicht unbedingt wegen eines Jobs, aber wegen Hilfe, vielleicht Verpflegung und Unterkunft und allgemein wegen Kontakten! Die meisten Gemeinden helfen gern, es bereitet ja auch keine größeren Umstände jemanden für zumindest einige Tage aufzunehmen! Außerdem sind diese Gemeinden vor Ort, kennen die Gepflogenheiten, sprechen eure Sprache und können euch somit in vielem unterstützen. Wenn ihr niemanden in dem Land, in das ihr wollt, kennt, kann diese Bekanntschaft sehr wichtig für euch sein!

Das wär’s für den Moment. Ich freue mich unglaublich auf London, ich kann es nicht mehr abwarten, ich weiß nicht, wie ich die nächsten Monate noch rumkriegen soll… London ist „an exciting place to be“, hab ich mir sagen lassen. Und ich will endlich dort sein.

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Schritt 1 – erfolgreich!

Der erste Schritt ist getan – diese Woche habe ich endlich alle Bewerbungen nach London geschickt! Hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich bekomme ich positive Antworten!

Eine ziemliche Herausforderung war’s ja schon… Zuerst einmal musste ich mir darüber klar werden, was ich in London machen möchte. Ein Praktikum sollte es sein, aber wo? Jetzt habe ich mir einige in London ansässige Verlage ausgeguckt und dazu alle deutschsprachigen Londoner Zeitungen, denn in diese Richtung soll’s beruflich für mich mal gehen. Wenn nix Gutes zurück kommt, werde ich im November/Dezember nochmal schreiben – dann an alle Zeitungen, die ich finde: Hauptsache, ich krieg was! Im Bewerbungen schreiben bin ich nun ja sozusagen Profi und es ist echt eine nervige Arbeit! Und man kann soooo viel falsch machen! Allein schon im Deutschen, die Berufsberatung liegt immerhin Jahre zurück und selbst da hat uns jeder was anderes erzählt! Geholfen haben mir bei meinen Bewerbungen die folgenden Seiten, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

www.bewerbung-tipps.com/vorlagen.php

-> Hier findet man verschiedenste Vorlagen für sämtliche Teilbereiche einer Bewerbung! Mein Tipp: überall mal reinschauen, die Kommentare dazu lesen und das Wichtigste verinnerlichen! Nicht einfach eine der Musterbewerbungen abschreiben – das kommt blöd an beim zukünftigen Arbeitgeber und außerdem ist eine von euch selbst geschriebene Bewerbungen sowieso tausendmal besser, ehrlicher und bestimmt erfolgreicher! Um aber erst mal einen Überblick zu bekommen, was in eine Bewerbung gehört, wie man es gestaltet und vorallem wie man es ausdrückt, ist diese Seite perfekt!

www.bewerbungsanschreiben.info/

-> Ähnlich wie die erste Seite, dazu hilfreiche Tipps. Auf jeden Fall lesenswert!

www.karrierefuehrer.de/bewerbung/

-> Diese Seite ist für Hochschulabsolventen, man findet neben Musterbeispielen und Bewerbungstipps und -kniffen auch einen Stellenmarkt und verschiedene Firmenprofile. Dazu gibt’s immer wieder Interviews mit Personalabteilungsleitern und Berufsexperten, die sagen, worauf es ankommt und wobei die meisten Fehler passieren. Außerdem findet man interessante „Specials“, wie Angebote für Messen und einen Gehaltsrechner. Auf dieser Seite verweilt man länger, auch wenn man eigentlich nicht in ein DAX-Unternehmen oder eine internationale Kanzlei einsteigen möchte…

www.bewerbung-forum.de/

-> Ähnliche Angebote wie bei den vorhergehenden Seiten plus Forum zum Diskutieren und Direkt-Nachfragen…

www.bewerbung.de/

-> Und ein letztes allumfassendes Informationsportal!

Kann echt nicht schaden, sich auf verschiedenen Seiten zu informieren! Stehen oftmals verschiedenste, teilweise auch einander ausschließende Angaben auf den Seiten, deshalb lohnt es sich, mehrere anzusehen und sich erst dann für eine bestimmte Form etc. zu entscheiden. Zumal einem immer wieder neue Ideen für die eigene Bewerbung kommen…

Und wenns dann an die englische Bewerbung geht, findet man hier Hilfe:

www.tolingo.de/de_c/ratgeber/bewerbung-uebersetzung

www.traineeship.de/bewerbung.html

www.hobsons.de/de/ratgeber-service/bewerbung/bewerben-auf-englisch/cover-letter/

www.online-bewerbung.org/bewerbung_england.htm

Auf allen diesen Seiten gibts wirklich nützliche Tipps und jede Menge Musterbeispiele, was ich jedem für eine englische Bewerbung nur empfehlen kann. Ist nämlich tatsächlich anders als eine deutsche Bewerbung, nicht nur vom Aufbau, auch vom Inhalt her.

Dazu das ultimative Helferlein für alles, was mit Fremdsprachen zu tun hat: Das tollste Wörterbuch im Internet mit wunderbarem Diskussionsforum und echt vielen nützlichen Einträgen. Eigentlich schon allseits bekannt, aber hier darf’s nicht fehlen. Hat mir sehr geholfen bei meinen Bewerbungen und auch bei allen vorhergehenden Hausaufgaben, Vorträgen etc.:

dict.leo.org/

Dann bleibt mir nichts, als euch viel Spaß beim Bewerben zu wünschen! Und drückt mir bitte die Daumen – für viele, viele positive Antworten!

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