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Früher – damals, als ich noch zur Schule ging – war das Studium und vor allem die Bewerbung für mich immer eine riesige weiße Fläche. Ohne Witz, die meisten Abiturienten haben keinen Plan von nichts, aber ich wusste wirklich noch weniger! So stellte mich meine eigene Bewerbung vor beinahe unüberbrückbare Schwierigkeiten!! Okay, ich gebe zu – das war etwas übertrieben – nervig war es trotzdem und ich bin unendlich froh, dass das fürs erste gelaufen ist …

Seit ich mit 14 Jahren das erste Mal meinen Urlaub in Frankreich verbrachte, hat sich in meinem Kopf die verrückte Idee eingenistet, ich müsste unbedingt einmal in Frankreich leben.  Das tolle Wetter, diese wunderbare, klangvolle Sprache, traumhafte Landschaften und natürlich der Mythos vom ‚Savoir vivre‘ – das alles übte auf mich eine wahnwitzige Magie aus!

‚Was böte sich besser als Möglichkeit zum Kennenlernen an –   als ein Studium in Frankreich?‘, dachte ich mir also nach meiner Rückkehr aus England – denn nein, ein einfaches Auslandssemester reichte selbstverständlich nicht! Und so begann sie, die Odyssee der Studienbewerbung…

 

Studienwahl

Holzwirtschaft, Kosmetikologie (ja, das gibt es wirklich!), Abfallkunde – die Möglichkeiten bei der Studienwahl sind offensichtlich riesengroß. Und auch von diesen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlägen mal abgesehen, stellte mich die Auswahl vor einige Schwierigkeiten. Immerhin gibt es sooooo viele interessante Fächer und auch wenn ich weiß, dass die Jobaussichten nach einem Studium der Archäologie oder Philosophie eher gering aussehen – cool wäre es irgendwie…

Nach einigen Überlegungen entschied ich mich für Politikwissenschaft und Literatur. Und jetzt begann die eigentliche Herausforderung – was heißt das bitte auf französisch? Kann man dort, so wie in Deutschland, zwei Fächer gleichzeitig studieren? Und wie zum Teufel soll ich mich bewerben, wenn ich doch kaum französisch kann? An diesem Punkt kommt die Admission Postbac ins Spiel…

 

Die Admission Postbac

In Frankreich läuft die Bewerbung für ein Studium nicht, wie für die meisten Studiengänge in Deutschland, direkt über die Unis, sondern über die sogenannte Admission Postbac. Auf dieser Website werden die Studienplätze in fünf Etappen verteilt. Diese Etappen beinhalten die Anmeldung der Kandidaten, u.a. mit Erstellen eines Lebenslaufs und Angabe der Abiturkurse und Zeugnisnoten, die Auswahl ihrer Studienfächer und Universitäten, Bestätigung dieser Angaben, schließlich die Sichtung der Bewerbungen durch die Unis und zuallerletzt die Studienplatzvergabe, die in drei Phasen verläuft.

Was auf den ersten Blick die Sache erheblich vereinfacht, entpuppt sich (besonders für diejenigen unter uns, die nicht perfekt französisch sprechen) als ziemliches Dilemma.
Zugegeben, das anfängliche Ausfüllen der Fragebögen erinnert noch stark an das in Deutschland übliche Verfahren. Und auch wenn es nervig ist, die Noten der letzten 3 Schuljahre plus Umrechnung in französisches Notensystem und Beschreibung des thüringischen Kurssystems einzutippen, anstatt einfach und bequem alle Zeugnisse hochzuladen, es gibt sicher Schlimmeres und auch das geht vorbei. Nein, wirklich nervig wird es, wenn es zur Auswahl der Fächer kommt. Die Website wird an dieser Stelle – meiner Meinung nach – sehr unübersichtlich und es ist höchste Vorsicht bei der Auswahl gefragt…

Hat man alles ausgefüllt, ausgewählt und bestätigt, beginnt eine monatelange Wartezeit, in der man alle Stadien zwischen „Juhu, Bewerbung endlich geschafft!!“ und „Oh nein, ich hab garantiert was falsch gemacht! HIILFEEE!!“ durchläuft. Zum Letzten – nein, man hat im Normalfall nichts falsch gemacht und die lange Wartezeit ist gewollt. Die drei Phasen der Studienplatzvergabe beginnen erst Mitte Juni und dauern bis Juli. Achtung, hier wird es kompliziert:

Bei der Auswahl der Fächer und der Unis musste man diese in einer bestimmten Reihenfolge nach persönlichen Wünschen ordnen, sprich: Wunsch Nummer 1 entspricht der absoluten Traum-Uni, der ganz untenstehende Wunsch hingegen ist das Fach bzw. die Uni, das/die man am wenigsten ertragen möchte. In den Phasen der Zulassung schicken die Unis über die Website Admission Postbac Zu- und Absagen an die Bewerber, wobei in jeder Phase nur der jeweils höchste Wunsch angenommen werden kann. Entschließt sich also beispielsweise die Uni in Toulouse, die mein dritter Wunsch war, bereits in der ersten Phase dafür, mich aufzunehmen, verfallen meine Wünsche 4,5,6,… automatisch. Angenommen meine Wunsch-Unis Nummer 1 und 2 haben sich in dieser ersten Phase noch nicht entschieden, kann ich die Université de Toulouse a) definitiv annehmen (und auf 1 und 2 dementsprechend verzichten) oder b) annehmen mit der Aussicht, in darauffolgenden Phasen eventuell noch Wunsch 1 oder 2 anzunehmen (insofern diese mich annehmen) oder c) ich verzichte auf alle meine Wünsche (da ich mich beispielsweise komplett gegen ein Studium in Frankreich entschieden habe). Aus dieser Thematik folgt, dass man sich nicht, wie zum Beispiel in Deutschland, erst alle Zu- und Absagen holen und später entscheiden kann, wo man studieren möchte, sondern von Anfang an klare Prioritäten setzen muss. Wer sich also in Frankreich zum Studium bewerben möchte, sollte sich von Anfang an klar informieren und Gedanken machen über Studienfächer und Wunschstädte, damit es kein böses Erwachen gibt…

 

Erstens es kommt anders, zweitens als man denkt…

Ja, ich hasse diesen Spruch auch, aber in diesem Fall stimmt er irgendwie – ich hatte mich nämlich nicht ausreichend informiert, nicht ganz die Fächer gewählt, die ich ursprünglich wollte, Info-Flyer (wie es so meine nervige Angewohnheit ist) bloß kurz überflogen, mich schon auf eine Reise zu allen Unis auf meiner Liste gefreut, als ich am ersten Tag der ersten Phase mein Konto auf Postbac öffnete und feststellte, Wunsch Nummer 1 hatte abgelehnt, Nummer 2 angenommen – nun gab es zwei Möglichkeiten, annehmen oder nicht in Frankreich studieren. Da ich – wie anfangs beschrieben – unbedingt in Frankreich studieren will, habe ich also angenommen und werde nun die Université de Nantes besuchen. Zugegeben, ich dachte Nantes läge näher an Paris…

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Vive la France!!

Lange keine Neuigkeiten mehr, deswegen heute ein Update (und die Hoffnung, dass es endlich, endlich, endlich mal wieder regelmäßige Posts gibt!)….

Obwohl hier die letzten Monate Stille herrschte, saß ich nicht nur untätig rum, sondern habe mein Studium vorbereitet und – es steht! Anfang Juli geht’s nach Frankreich zum Wohnung-gucken, ein paar Wochen später folgt der Umzug, im August quäle ich mich durch internationale Schnupperkurse und ab September studiere ich offiziel Jura und angewandte Sprachwissenschaft an der Université de Nantes!

Weitere Infos über die Bewerbung an französischen Hochschulen, die Wohnungssuche, Krankenversicherung, was man wissen und beachten sollte und was ich der Welt gern mitteilen möchte……. folgen demnächst! 🙂

By seeing London…

… I have seen as much of life as the world can show.

Und wie recht er damit hat, der Herr Samuel Johnson! Fast zwei Monate sind mittlerweile vergangen, seit ich aus London zurückgekehrt bin – und ich vermisse es jeden Tag ein bisschen mehr. So sehr ich mich auch auf alles Weitere freue, dass das Leben noch für mich bereit hält, so sehr bin ich doch ein echtes ‚London Girl‘ geworden und auch wenn viele Londoner das für eine Beleidigung halten, ist es das schönste Kompliment, das man mir heute machen kann. Während dieser sechs Monate in London (eine verdammt nochmal viel zu kurze Zeit in dieser wundervolle Stadt) – well, I had the time of my life!

Find your own lil‘ heaven!

Eine Bekannte aus Berlin, die ich in London kennenlernte, verzog sich nach einem kurzen Gastspiel als Au-Pair zurück nach Deutschland – die Stadt sei zu laut, zu oberflächlich, zu teuer. Eine andere Freundin, die ich in einem Hostel in Swiss Cottage traf, möchte nach Irland auswandern und weil jeder London so liebt, wollte sie erst diesen Ort entdecken und als zukünftigen Wohnort ausschließen, bevor sie sich auf den Weg zur irischen Küste macht – und sie tat dies ruhigen Gewissens, auch ihr schien London zu wild, verrückt, gestresst, laut. Es mag also stimmen, London ist nicht Jedermanns Sache – aber welcher Ort auf Erden ist das schon? Großstädte sind nun mal laut und wirken gestresst und doch findet man auch hier, wie es mir eine Kollegin wärmstens empfohlen hat, seinen eigenen, kleinen ‚Himmel’…. Zum Beispiel bei einem Spaziergang im wundervollen Hampstead Heath, beim Chillen am Regent’s Canal in Camden oder Sonnen im Green Park, bei einer morgendlichen Tour mit der DLR, wenn man ganz vorne sitzt und die Sonne über den Docklands aufgehen sieht oder auf dem abendlichen Nach-Hause-Weg, wenn man die Tube einfach mal weglässt und stattdessen durch Angel oder Belsize Park schlendert oder die Millenium Bridge überquert und Künstlern dabei zusieht, wie sie versuchen, die Magie, die diese Stadt entfaltet, auf einem Foto einzufangen. Es ist wunderschön. London ist wunderschön und wenn man der Stadt, den Menschen und auch der Hektik, dem Flair eine Chance gibt, wird man niemals enttäuscht sein – auch wenn man vielleicht nicht für immer bleiben möchte.

Activities, activities, activities… LOADS to do!

Fakt ist, dass man in London immer was zu tun hat – weil man immer etwas Neues findet! Die Stadt quillt über vor Möglichkeiten, egal ob Kino (was, und das ist einer der wenigen Nachteile, die ich nennen kann, schrecklich teuer ist – ca. 12 Pfund), Theater, Konzerte oder Musicals (alle in größerem oder kleinem Format, für alle Preisklassen und Geschmäcker), jahreszeitlich gebundene Aktivitäten (Eislaufen vor dem Natural History Museum im Winter!!), egal ob Café oder Burger essen, Lunch mit Freunden beim charmanten Spanier oder ein schickes Dinner, Chillen und Grillen im Park, Shopping (der Klassiker), Schwimmbad, Sightseeing (es gibt immer was, das man noch nicht gesehen hat!), die verschiedensten Sportangebote und -möglichkeiten und vor allem neue Menschen und Kulturen, Sprachen kennenlernen, denn London ist Multikulti pur, eine echte cormopolitan city (kleines Beispiel aus eigener Erfahrung: die Geburtstagsparty eines guten Bekannten – die Runde setzte sich zusammen aus Engländern, Iren, Indern, Jamaikanern, Kanadiern, Arabern, Polen, einer Französin und einer Deutschen, mir! Es waren Studenten und Professoren, Immobilienmakler, Journalisten, Gastronomen, Tattoo Artists,…) Gibt man dieser Stadt eine Chance und ringt sich selbst dazu durch, neue Wege zu gehen und Neues auszuprobieren, dann kann man unmöglich enttäuscht werden! Und zu guter Letzt… Die liebste Beschäftigung aller Briten (und mittlerweile auch meine…) – ein gepflegter Pub Crawl! Egal ob in kleiner oder großer Runde, man trifft coole Leute von Nah und Fern und verlebt eine tolle Zeit! Wie vermisse ich es, abends auf ein paar Pints in meinen ‚Local‘ zu gehen! (TIPP: The Good Mixer in der Inverness Street, nur 5 Minuten von der Camden Town Tube Station entfernt – der beste Pub Londons und der ganzen Welt! Entspannte, ein wenig skurille Gäste, eine fast schon legendäre Jukebox, gelegentlich Live-Musik, waaahnsinnig cooler Bar Staff und einfach der beste Ort in ganz London!)

Camden – luv it!!

Überhaupt… Soll ich einen Tipp geben, was man in London besuchen muss? Camden! Der Stables Market, zu Marktständen und Geschäften umgebaute Pferdeställe (ein Muss!), super Pubs und Bars (The Good Mixer, Dublin Castle, Proud Camden, Zensai Bar, Bar Fifty-Five (Sonntag und gelegentlich wochentags ab 18 Uhr 2-4-1 Cocktails – und die looohnen sich!!), süße, leckere, bezahlbare und definitiv hingeh-würdige Restaurants (The Diner (mörderisch geile, original American Burger, Milchshakes und Hotdogs) oder das Jamon Jamon (ein Spanier – ich mochte nie essen, was aus dem Wasser kommt, ging ins Jamon Jamon – und liebe seitdem Paella!)), viele kleine Imbissbuden und Cafés, in denen man zum Beispiel mittags für wenig Geld Sandwiches oder Baguettes oder Kuchen, Kekse, Scones kaufen kann und Buden aus aller Welt mit landestypischen Spezialitäten am Market und natürlich – Clubs und Venues, Kinos und andere Orte, in denen man so einige Stunden ausgelassen feiernd verbringen kann… Zum Beispiel der mittlerweile weltbekannte Club KOKO oder das Jazz Venue!
Man sieht… Kein Wunder, dass Amy Winehouse in Camden Town lebte und es liebte! Auch ich bin diesem verrückten Viertel verfallen und kann es kaum abwarten, im April wieder für 10 Tage hinzufliegen! I’m a Camden girl now!

Life in a Flat-share

Vor WGs warnen viele seit jeher und egal, ob aus gutem oder eher pingeligem Grund – natürlich ist es sicherlich, dass man nicht irgendwo wohnen möchte. In London, das sag ich euch, wohnt man in einer WG und was hierzulande nur während des Studiums alltäglich ist, gilt in London fast ein Leben lang. Wirklich, ich kenne viele Ü30’s die noch immer in einer Wohngemeinschaft leben und das nicht unbedingt, weil sie wollen, sondern weil sie müssen – eine eigene Wohnung in London?! (Fast) Unbezahlbar! Deshalb – lange vorher anfangen zu suchen, sollte man ans Auswandern denken, denn erstens sind sogar Wg-Zimmer häufig seeeehr teuer (ich wohnte im Norden, in Burnt Oak/Edgware in einem 2×2-Meter-Zimmer und bezahlte wöchentlich 100 Pfund!) und auch wenn man das wohl oder übel mitmachen muss, die Mitbewohner machens aus! Ich für meinen Fall hatte groooßes Glück, wohnte mit 5 Leutchen zwischen 24 und 30 zusammen und sie trugen maßgeblich dazu bei, dass meine Zeit in der britischen Hauptstadt so immens geil wurde! Also nehmt die Wohnungssuche nicht auf die leichte Schulter! (Und stellt euch auf kalte, schlecht isolierte Häuser und im Winter Probleme mit warmem Wasser ein :-P)

Wegen einer Arbeit in London rate ich mittlerweile von einem Praktikum ab – denn man findet relativ leicht bezahlte Arbeit und das nicht nur als Kellnerin! Für die meisten Briten ist es, sogar im weltoffenen London, noch immer faszinierend und nicht zu glauben, dass Menschen zwei oder mehr Sprachen sprechen, sodass man auch als ÜbersetzerIn arbeiten könnte und es gibt zig andere Möglichkeiten, Callcenter, Sales Advisor, Administrator, …. Egal, ob man länger bleiben oder nur mal einige Monate schnuppern möchte, mit Geduld und einigem Geschick (und damit meine ich prinzipiell nur, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen!) lässt sich gerade in London Arbeit auftreiben! Wichtig ist, selbst vor Ort zu sein – von Deutschland aus dürfte es schwierig werden! (Trotz allem muss ich wohl zugeben, dass das Praktikum beim Magazinverlag, das ich gemacht hab, sich ganz nett auf dem Lebenslauf macht……)

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Nun denn.. Was soll ich noch sagen?! Laut, hektisch, verrückt?! JA! Das ist London! Und aufregend, weil es niemals schläft und weil man sovieles sieht, erlebt, kennenlernt, das man sich nie zu träumen gewagt hätte und weil die Menschen so anders sind, so einnehmend, höflich und liebenswert und weil man die besten Partys dieser Welt in London feiert und weil die Gegensätze hier süchtig machen, weil man Promis und Berühmtheiten trifft und das Leben kennenlernt und weil, wenn man es gesehen hat, das Leben so viel schöner, so viel bedeutsamer erscheint! Weil London einfach GLÜCKLICH macht!

Denn, so behauptet es Samuel Johnson, wer London überdrüssig, der ist des Lebens überdrüssig. London bietet alles, was man sich nur wünschen kann. That’s it!

…. findet sich im kalten Truthahn!

Und nein… Ich spreche nicht vom Essen (obwohl Truthahn sicher nicht zu verachten ist…), aber Weihnachten ist vorbei und deshalb wird es Zeit, eine ganz andere Seite dieses nützlichen Geflügels kennenzulernen – die Software Cold Turkey!! Cold Turkey macht es möglich, sich endlich vollkommen auf die Arbeit, Schule, Studium oder was auch immer zu konzentrieren – denn man blockt einfach gewisse „Ablenker-Seiten“, Facebook, Twitter, Youtube, Online Games, zack – mit wenigen Klicks werden sie alle für einen selbst festlegbaren Zeitraum gesperrt! Cold Turkey lässt sich mehr als kinderleicht bedienen und gibt’s kostenlos hier: getcoldturkey.com !
Ich, notorisch unmotiviert und chronisch faul, habe es gestern dank des Truthahns geschafft, 3 Stunden an meinen Uni-Bewerbungen zu arbeiten! Und wenn ich in den nächsten Tagen so weiter mache, poste ich vielleicht auch hier mal wieder was…

 

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

während mein Schwesterchen sich in der Welt rumtreibt, mache auch ich mir Gedanken um meine Zukunft. In letzter Zeit habe ich mich über das Studieren bei der Bundeswehr informiert. Es gibt die Möglichkeit ein zivile Karriere zu machen, jedoch berichte ich nur über die militärische Laufbahn.

Zur Bundeswehr kann jeder gehen, egal welchen Schulabschluss er hat. Mit Haupschulabschluss kann er in die Mannschaften bzw. als Unteroffizier dienen. Man verdient sehr viel und kann, wenn die Eltern es erlauben, mit 17 Jahren anfangen.

Die Ausbildung als Mannschaftsmitglied ist immer verschieden, denn man kann in allen Sektionen der Bundeswehr eingesetzt werden. Man bekommt immer eine Grundausbildung und kann z.B. erst den Freiwilligen Wehrdienst machen, und dann kann man übernommen werden zu einem Mannschaftsmitglied.

Mit einem Regelschulabschluss kann man als Feldwebel dienen. Als Feldwebel kann man in vielen verschiedenen bestimmten Bereichen arbeiten. Vom Sanitätsdienst bis zum Militärmusiker.

Als Feldwebel ist man ebenso einsetzbar, wie als Mannschftsmitglied. Die Grundausbildung eines Feldwebels des Heeres läuft folgendermaßen ab. Als Erstes bekommt man eine 10-monatige Allgemeine Grundausbildung und einzelne spezifische Ausbildungen. Dann bekommt man für 3 Monate eine Feldwebelausbildung. Ab dem 13. Monat wird man als Ausbilder ausgebildet. Dannach bekommt man eine Militärische Feldwebelausbildung. Nach diesen harten 33 Monaten wird man endlich an seinem Verwendungsposten als ausgebildeter Feldwebel arbeiten.

Wenn man sein Abitur in der Tasche hat, ist es möglich, als Offizier zu arbeiten. Offiziere werden sehr vielseitig eingesetzt und man kann auch als Offiziersanwärter (OA) studieren, wenn der Wunsch besteht. Entweder in einer der beiden Bundeswehruniversitäten in Hamburg oder München, oder in Frankreich, dort bekommt man eine spezielle Ausbildung. Wenn man sich als Pilot bewirbt, studiert man einen großen Teil der Ausbildung in Texas.

Als Offizier sollte man sehr verantwortungsfähig sein und mit den geringsten Ressourcen zurecht kommen. Die harte und strenge Ausbildung eines Offizier läuft so ab: Als OA mit Studium beginnt man seine Ausbildung mit einer allgemeinen Grundausbildung. Dann muss man durch den Offizierslehrgang 1, darafhin folgt eine 10-wöchige Sprachausausbildung. Man führt ein Vorpraktikum durch und kann schlißlich ab dem 16. Monat studieren. Das Studium dauert bis zum 64. Monat. Wieso nur 4 Jahre? Trimester. Nach diesem Studium hat man für drei Monate den Offizierslehrgang 2 und danach schließlich Lehrgang 3. Zu guter Letzt kommt die truppenspezifische Ausbildung. Dannach ist man schließlich Offizier.

Mein Fazit: Um eine Karriere bei der Bundeswehr zu starten, sollte man nicht zu weich sein, denn man verzichtet auf Luxus und muss „mit dem Wenigsten“ zurecht kommen. Wie gesagt, habe ich auch schon darüber nachgedacht, doch ich bevorzuge das enspannte Studentenleben an normalen Unis. Ich kann mir nicht vorstellen, immer in diesen Kasernen aufzuwachen. Jedoch wird man gut bezahlt und man erhält besondere Ehrfahrungen.

Falls ihr jedoch aus anderem Holz geschnitzt seit, dann habt ihr hier diesen Link.

www.bundeswehr-karriere.de

Dieses fiktive Interview mit Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer führte ich für den Geschichtsunterricht. Aufgabe war es, eine bedeutende Person des Vormärz zu befragen. Siebenpfeiffer trat für eine Demokratie in Deutschland und eine Entmachtung der Fürsten ein und lehnte sich damit gegen das bestehende Obrigkeitssystem auf.

Herr Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer ist zur Zeit ein Professor an der Universität in Bern (Schweiz). Ich konnte mich mit ihm in seinem Haus in der Schweiz im Jahre 1841 treffen und interviewen.

Reporter: Zuerst möchte ich Ihnen danken, dass ich heute hier sein und Sie interviewen darf, Herr Dr. Siebenpfeiffer.

Siebenpfeiffer: Das ist doch nicht der Rede wert!

Reporter: OK. Dann kommen wir doch gleich mal zur Sache. Bitte erzählen Sie mir etwas über sich, sodass sich unsere Leser ein Bild von Ihnen machen können!

Siebenpfeiffer: Ja, natürlich. Alles begann im Jahre 1789 in Lahr (Baden). Dort wurde ich geboren. Mein Vater war Schneider und meine Mutter Hausfrau. Wir waren nicht sehr reich, jedoch strengte ich mich sehr an, um schließlich als Schreiber arbeiten zu können. Das Geld, das ich während dieser Zeit meines Lebens erarbeitet habe, sparte ich. Ich sparte so lang, bis ich mir endlich mein Jurastudium an der Universität in Freiburg leisten konnte. Dies war im Jahre 1810. Nachdem ich mein Examen und meine Doktorprüfung erfolgreich bestanden hatte, wollte ich die wissenschaftliche Bahn einschlagen. Dieser Wunsch scheiterte, denn Professoren werden ja nicht bezahlt. Ich musste  Geld erwirtschaften und einer Arbeit nachgehen, also ging ich nach Österreich und bekam einen Job im Verwaltungsdienst. 1814 wollte ich für die Freiheit kämpfen und trat als Freiwilliger im Kampf gegen Napoleon ein. Ich hasse diesen Kerl!!! Als ich 29 Jahre alt war, sollte ich die Leitung des Landkommissariats in Homburg übernehmen. Als ich pensioniert wurde, hatte ich eine Zeitschrift über Politik herausgebracht. Dies war schon immer mein Traum! Leider musste ich aus Geldmangel meine Druckerei dicht machen. Dann konnte ich an einem der größten Ereignisse meiner Zeit teilnehmen: dem Hambacher Fest! Ich fand es sehr gut, dass jeder sagen konnte, was er schon immer mal fordern wollte. Wegen Beamtenbeleidigung sollte ich für zwei Jahre ins Gefängnis gehen, doch ich ging nicht, denn ich floh in die Schweiz und startete ein neues Leben an der Universität in Bern. Dort bin ich bis heute Professor in Staatswissenschaften.

Reporter: Das war sehr ausführlich! Aber ich habe doch noch weitere Fragen an Sie. Sie gehörten zu den Leuten, die die Fürsten vollständig entmachten wollten. Wieso?

Siebenpfeiffer: Ich denke, es würden alle Menschen besser in einem freien Staat leben bzw. in einer Republik. Unsere Monarchen sollten am besten nur noch kulturelle Figuren sein, und nichts mit Politik oder anderen wichtigen Dingen zu tun haben!

Reporter: Denken Sie, dass es die Deutschen eines Tages schaffen werden, eine echte Republik zu bilden?

Siebenpfeiffer: Ich denke schon, da das Volk in Revolutionslaune ist, und sie nach Freiheit suchen. Ich denke, sie werden diese auch bekommen. Die Frage ist jedoch wann und nicht ob.

Reporter:  Sie waren für eine Zeit lang Journalist bei Ihrer eigenen politischen Zeitung. Wie kamen Sie darauf, Journalist zu werden? Und was wollten Sie damit bezwecken?

Siebenpfeiffer: Die Zeitung ist das, was alle Leute erreichen kann. Egal wie reich, alt oder in welcher gesellschaftlichen Ebene sie sind. Ich wollte allen Menschen meine Meinung sagen und hoffte, sie würden sie teilen bzw. akzeptieren. Ich dachte mir, ich könnte die Leute beeinflussen und ihnen Mut geben, etwas zu sagen.

Reporter: Haben Sie es geschafft und den Menschen Mut gegeben?

Siebenpfeiffer: Ich denke, dass es viele Faktoren gibt, die den Menschen Mut geben und die zu einem demokratischen Staat führen könnten. Und ich bin einer davon.

Reporter: Ich bedanke mich bei ihnen für das Gespräch, Herr Dr. Siebenpfeiffer.

„Seit Anbeginn der Menschheit suchen Männer fieberhaft nach einer Antwort auf die drängende Frage >>Warum bin ich hier…

So wird das „Playbook“ von Barney Stinson (How I met your mother) beschrieben.

Ich bekam das Buch zu Weihnachten von einer Freundin geschenkt und war sehr gespannt, was wohl drin steht und ob die Tricks wirklich funktionieren. Anfangs wird man von dem Buch aufgefordert einen Test über das Flirten zu machen, um sein Flirt-Niveau herauszufinden. Das Buch ist in 3 Teile eingeteilt. Die Einleitung, die Maschen und Fragen und Antworten. Der wichtigste dieser Teile ist der zweite Teil. In diesem Teil sind, wie bereits gesagt, die Maschen. Diese sind auch nocheinmal unterteilt in 5 Sektionen: Maschen für Anfänger, Maschen für Amateure, Maschen für Frauen, Maschen für den „Wochenendkrieger“ und Maschen für Fortgeschrittene.

Kommen wir zu den Maschen. Jede Masche hat einen eigenen Namen, Erfolgsquote, Zielgruppe, Voraussetzungen, Vorbereitungszeit und ihre eigenen Schwachpunkte. Natürlich wird jede Masche an sich noch einmal vom Ablauf her beschrieben. Die Maschen für Anfänger und Amateure sind eher….unlogisch… also ich denke, dass echt nur sehr dumme und sehr betrunkene „Exemplare“ darauf hereinfallen. Jedoch sind manche Maschen für „Wochenendkrieger“ und Fortgeschrittene ganz okay. Die Masche für Frauen ist extrem gut, effektiv und simpel. Geh in einen Club, eine Bar oder sonstewo und sei wie du bist.

Mein Fazit: Ich denke, das Buch ist ein Muss für alle How I met your mother Fans. Es ist amüsant, doch wenn man damit wirklich Frauen aufreisen will, geht das bestimmt in die Hose. Falls man es doch durchzieht, sollte man das Nötige an Kleingeld haben, um sich manche der Maschen leisten zu können. Man merkt einfach, dass das Buch nur wegen dem kommerziellen Sinn produziert wurde und nicht, um irgendwelchen verzweifelten Typen zu helfen.

…und nicht im Bett mit einer heißen Braut?<<